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Mittelschulalter (11-16 Jahre)

Schaltplan:

 

Aktionisten   

     Traditionalisten 

                Idealisten

                  Rationalisten

 

ESD Extravert.Sinnesorientg
introvert.Denken]

EDS [Extravert.Denkorientierg
introvert.Sinnesempfindg]

EFN [Extravert.Gefühlsorientg
introvert.Intuition]

EDN [Extravert.Denkorientg
introvert.Intuition]

       

 

IDS [Introvert.Denkorientierg
extravert.Sinnesempf]

ISD [Introvert.Sinnesorientierg
extravert.Denken]

INF [Introvert.Intuitionsorientg extravert.Fühlen]

IND [Introvert.Intuitionsorientg
extravert.Denken]

       

 

ESF [Extravert.Sinnesorientg
introvert.Fühlen]

EFS [Extravert.Gefühlsorientg.
introvert.Sinnesempfindg]

ENF [Extravert.Intuitionsorientg 
introvert.Fühlen]

END [Extravert.Intuitionsorientg
introvert.Denken]

       

 

IFS [Introvert.Gefühlsorientg
extravert.Sinnesempfind]

ISF [Introvert.Sinnesorientierg
extravert.Fühlen]

IFN [Introvert.Gefühlsorientierg
extravert.Intuition]

IDN [Introvert.Denkorientierg
extravert.Intuition]

ESD - Extravertierte Sinnesorientierung mit Hilfsfunktion Denken - (Aktionist)

ESD im Mittelschulalter (11-16 J.)   (ESD = ESTP)

Extravertierte Empfindung mit Hilfsfunktion Denken

ESD haben einen großen Freundeskreis und blühen auf, wenn sie an geselligen Veranstaltungen, ob öffentlich oder privat, teilnehmen können. Im Umgang mit Menschen sind ESD problemlos und immer bereit, andere so zu akzeptieren, wie sie sind. Mit einem ESD zusammen zu sein, ist immer anregend und macht Spaß. Darum sind ESD in der Regel sehr beliebt und in jeder Gesellschaft willkommen. Gesellige Ereignisse sind diesen partyhungrigen Jugendlichen so wichtig, dass ihnen für einen lückenlosen Schulbesuch oft die Zeit fehlt.

ESD sind in der Regel sehr empfänglich für die vielfältigen Eindrücke, die auf sie zukommen, und begierig, möglichst viele Erlebnismöglichkeiten zu nützen und auszukosten. Im Zuge all der prickelnden und abenteuerlichen Erlebnisse, in denen sich ihre Energie austoben kann, geraten sie nicht selten in riskante und gefährliche Situationen und vielleicht auch durch erotische Abenteuer in heikle Beziehungs­situationen. Die jugendlichen ESD beginnen meist sehr früh mit dem Autofahren, weil es ein Urerlebnis der Freiheit, den Reiz der Geschwindigkeit und auch den Nervenkitzel des Abenteuers allgemein zugänglich macht. Auch riskante Sportarten, oft mit herausforderndem Wettbewerb, wecken ihre Abenteuerlust.

ESD sind in ihrer sinnesorientierten Einstellung oft so fixiert auf die äußeren Eindrücke und Erscheinungen, dass sie das Augenscheinliche als die Wirklichkeit schlechthin betrachten und nicht hinter die Oberfläche zu blicken versuchen. Das fördert nicht gerade ihre Menschenkenntnis. Das hat auch zur Folge, dass sie oft von oberflächlichen Werten wie viel Geld, modisches Aussehen, protziges Auto und anderen Statussymbolen allzu stark beeindruckt werden. Vielleicht verleitet sie ihr starker Erlebnishunger manchmal auch, mit frühem Sex, Alkohol oder Drogen zu experimentieren.

ESD kompensieren allerdings dieses geringe Vertrauen auf die Intuition häufig mit einem sehr feinen Gespür für die Nuancen und den momentanen Stellenwert ihrer Sinneswahrnehmungen. Dadurch können sie sehr flexibel, geistesgegenwärtig und situationsbezogen reagieren und die strategischen Vorteile des Augenblicks mit treffsicherem Instinkt nützen. Diese praktische Intelligenz verschafft ihnen im Leben oft größere und schnellere Erfolge als der langwierigere analytisch-logische Einsatz ihrer Denkfähigkeit.

ESD-Jugendliche spüren diese instinktiv gegebene Stärke oft schon während ihrer Gymnasialzeit. Sie schätzen die theoretischen und analytischen Schwerpunkte des Lehrplans nicht, haben keine Freude am abstrakten und systematischen Lernen und suchen den nötigen Schulerfolg mit minimalem Aufwand zu erreichen. Dagegen trachten sie, vielerlei praktische Fähigkeiten zu trainieren und ihre gesellschaftliche Sicherheit und Wendigkeit zu verfeinern. Sie sehen ihre Lebenschancen nicht in einer wissenschaftlichen oder akademischen Laufbahn, sondern bereiten sich darauf vor, auf den verschiedensten praktischen Gebieten des Lebens Erfolg, Befriedigung und Erfüllung zu finden. Aber das kommt ja erst später. Jetzt wollen sie das Leben noch in vollen Zügen genießen.

Die Eltern machen sich oft Sorgen über den Mangel an Lernenergie und Initiative ihres ESD-Kindes. Vielleicht wandelt auch den Schüler selbst manchmal eine kleinmütige Verdrossenheit an, wenn sich Misserfolge in der Schule häufen. In dieser Situation sind nicht Ermahnungen die erste und beste Wahl. Hilfreicher ist es, das ESD-Kind daran zu erinnern, dass es viele Spielarten der Intelligenz und des Erfolgs gibt und dass es darauf vertrauen kann, konstruktive und nützliche Betätigungsgebiete zu finden, auf denen sich ihre große Energie und Aufgeschlossenheit bewähren kann.

ESD leben primär im Hier und Jetzt und wollen den Augenblick genießen (eS). Langweilige Sachaufgaben schieben sie gern hinaus und versäumen dabei oft auch wichtige Termine. Daraus können aber enorme Stresssituationen entstehen. In solchen Situationen zeigt sich die große Stärke der ESD, die gerade im Stress der letzten Minute oft eine enorme Energie und Leistungsfähigkeit an den Tag legen und dabei auch Erfolg haben.

ESD wissen, dass sie erst nach dem Gymnasium die wirkliche Chance haben, ihr eigenes Leben zu führen und so viel Spaß wie möglich aus dem Leben herauszuholen. Sie wissen aber auch, dass ein solches Leben viel Geld kostet. Wie schon jetzt in der Schule sind sie entschlossen, auch später im Beruf mit dem geringsten Aufwand den größtmöglichen Erfolg zu erzielen. Wenn Sie zu dem Schluss kommen, dass sie mit einem Hochschulabschluss besser bezahlte Jobs finden können, dann werden sie um dieses greifbaren Ergebnisses willen eben auch die theoretischen Mühen eines Studiums in Kauf nehmen.

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IDS - Introvertierte Denkorientierung mit Hilfsfunktion Sinnesempfindung - (Aktionist)

IDS im Mittelschulalter (11-16 J.)   (IDS = ISTP)

Introvertiertes Denken mit Hilfsfunktion Empfindung  

IDS orientieren sich primär mit Hilfe des Denkens. Nur was logisch-sachlichen Kriterien standhält, wird berücksichtigt und anerkannt (D). Trotzdem gilt ihre Vorliebe nicht den vorwiegend abstrakten und theoretischen Anforderungen der Schule, sondern praktischen und sportlichen Aktivitäten, meist außerhalb des Lehrplans (S als sekundäre Funktion). Sie möchten sich vor allem als Einzelpersonen in Aktivitäten bewähren, die große Geschicklichkeit und Präzision erfordern. Auch im Sport bevorzugen sie nicht in erster Linie Teamleistungen, sondern individuelle Sportarten wie Klettern, Schifahren oder Tennis. Sie lieben Action und gehen gern körperliche Risiken ein. Sie sehen sich selbst als schnell reagierende Menschen und vertrauen darauf, praktisch mit jeder Situation fertig zu werden. Diese Einstellung wird zuweilen dadurch bestärkt, dass sie sich mit einem öffentlichen Star und seinem heldenhaften Image identifizieren.

IDS richten sich in ihrem Engagement nicht gern nach äußeren Vorgaben, sondern nach ihren eigenen inneren Maßstäben. Daraus resultiert die Neigung, bei vielen Aufgaben nur das unbedingt nötige Minimum zu tun. Manchmal kommen Eltern zu dem Schluss, dass der Besuch einer Privatschule, vielleicht sogar mit Internat, ihrem IDS-Kind helfen könnte, sich zu konzentrieren und zielstrebig zu lernen. Es kann sich auch positiv auswirken, wenn IDS spüren, dass die Eltern Vertrauen haben, denn IDS wollen in der Regel ein in sie gesetztes Vertrauen nicht enttäuschen.

IDS erleben in der Pubertät manchmal auch Phasen der Langeweile, in denen sie vermehrt nach interessanten und aufregenden Erlebnissen Ausschau halten. Vielleicht beginnen sie auch zu bummeln, die Schule zu schwänzen und Verpflichtungen nicht einzuhalten. Auch Drogen könnten, zumindest vorübergehend, zur Versuchung werden und zu Schwierigkeiten führen. Für die Eltern ist es oft schwierig, ihr Kind in dieser verwirrenden Zeit zu unterstützen, denn IDS-Teenager bringen ihre Beunruhigung in der Regel nicht direkt, sondern eher als Zorn zum Ausdruck.

IDS sehen sich als Denktypen oft mit dem Problem konfrontiert, dass in der Beurteilung und Gestaltung von Beziehungen ihre Logik nicht funktioniert, weil Beziehungen vorwiegend durch Gefühle bestimmt werden. Aber die Gefühlsfunktion ist bei Denktypen meist vernachlässigt. Sie sind oft frustriert, wenn sie logisch nicht verstehen können, was schief gelaufen ist. Die meisten IDS brauchen also Hilfe, um ihre zwischenmenschlichen Fähigkeiten zu verbessern. Gerade in der Pubertät sind sie aber eher distanziert und schwer zugänglich. Es kann hilfreich sein, wenn Eltern nicht auf ein Gespräch drängen, sondern einfach da sind und eine Atmosphäre des Vertrauens und der Verbundenheit entstehen lassen, so dass das Kind einfach zu sprechen beginnen kann, wenn es zufällig dazu bereit ist.

Einen vertraulichen Kontakt zu männlichen IDS-Teenagern herzustellen, kann manchmal schwer sein, weil sie oft recht distanziert sind und außer einem gelegentlichen Rückenstreicheln keine Berührungen akzeptieren. Darum merken die Eltern oft nicht, dass IDS-Teenager meist eine große Zuneigung für sie empfinden.

Für weibliche IDS können diese Jahre besonders schwierig sein. Von Mädchen wird traditionsgemäß ein anspruchsloses und fürsorgliches Verhalten erwartet. Aber die Denkpräferenz der IDS-Mädchen kann manchmal dazu führen, dass sie durch ihre direkte, offene Redeweise unabsichtlich die Gefühle anderer verletzen oder auf sehr emotionales Verhalten mit Ungeduld reagieren.

IDS wollen sich nicht durch Strukturen oder Zeitpläne einschränken lassen, um flexibel auf interessante Möglichkeiten reagieren zu können. Dadurch können sie Aufgaben oft nicht rechtzeitig abschließen und müssen Nachteile in Kauf nehmen. Sich befriedigenden Tätigkeiten zu widmen, ist ihnen oft wichtiger, als vielversprechende Karrieremöglichkeiten zu verfolgen.

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ESF - Extravertierte Sinnesorientierung mit Hilfsfunktion Fühlen - (Aktionist)

ESF im Mittelschulalter (11-16 J.)   (ESF = ESFP)

Extravertierte Empfindung mit Hilfsfunktion Fühlen

ESF haben einen großen Freundeskreis und sind sehr beliebt. Ihr Sinnen und Denken vollzieht sich hauptsächlich in der Kommunikation mit ihren vielen Freunden und Bekannten, oft auch in Form von stundenlangen Telefongesprächen. Gesellige Aktivitäten sind ihnen in der Regel wichtiger als das Familienleben. Wenn sie von einem geselligen Ereignis heimkommen, bereiten sie sich oft gleich auf das nächste vor. Sie sind sehr hilfsbereit und wenn Freunde Probleme haben, sind ESF sofort zur Stelle, um ihnen helfen. Das kann sie so in Anspruch nehmen, dass sie schulische oder andere Verpflichtungen vernachlässigen, hinausschieben oder ganz vergessen.

ESF werden in der Mittelschule zunehmend mit theoretischen Fragen konfrontiert. Sie sollen Texte interpretieren, zusammenfassend beschreiben, den zugrunde liegenden Sinn erfassen und zu Schlussfolgerungen gelangen. Die Stärken der ESF liegen aber ganz woanders. Sie erfassen die Sinneseindrücke so wie sie sich darbieten, nehmen Einzelheiten wahr und behalten sie getreulich im Gedächtnis, nehmen das Wahrgenommene buchstäblich und gehen konsequent Schritt für Schritt vor. Sie haben ein erstaunlich gutes Gedächtnis, besonders für Fakten und Ereignisse, die Menschen betreffen. Darum wird für ESF der Unterricht mit jedem Schuljahr schwieriger und frustrierender, der komplexe und abstrakte Stoff erscheint immer nutzloser. Es ist daher kein Wunder, dass ESF wenig Lust haben, höhere Schulen zu besuchen. Es ist wichtig, sie nicht in diese Richtung zu drängen.

ESF kommen hingegen gut zurecht mit Gegenständen und Lerninhalten, die praktisch anwendbar und wirklich nützlich sind, besonders im mitmenschlichen Bereich (F). Sie können auch die Fähigkeit zu Schlussfolgerungen und Interpretationen erfolgreich trainieren, wenn man ihnen die einzelnen Schritte zeigt, wie man zu einer Antwort kommt, und wenn man den tieferen Sinn mit anschaulichen Einzelheiten assoziiert. Mit der Zeit können ESF die Fähigkeit entwickeln, menschliche Züge und Eigenheiten auf eine anschauliche und lebensnahe Weise zu schildern.

Die impulsiven und sinnesfreudigen ESF haben meist schon früh Probleme im Umgang mit Geld. Es gibt so viel Schönes und Vergnügliches zu kaufen, dass es ihnen schwer fällt, auf ein Ziel hin zu sparen. Für ESF gilt primär, sich des Augenblicks zu freuen. Für die Zukunft zu sparen wäre schön, will aber nicht recht gelingen. Manchmal nehmen sich junge ESF einen Anlauf, um mit Hausarbeiten und kleinen Jobs Geld für einen besonderen Wunsch zu verdienen. Aber das verdiente Geld ist schnell wieder weg und für übernommene Verpflichtungen bleibt oft auch zu wenig Zeit. Eine Chance gibt es aber doch: Wenn etwa die Mutter die kleinen Einkünfte sammelt, kommt vielleicht doch die Summe für das ersehnte Mountainbike zusammen.

ESF fühlen sich in Gesellschaft wohl und reagieren auch im Umgang mit anderen Menschen spontan und impulsiv nach dem unmittelbaren Eindruck (ES). Darum lassen sie sich oft von äußeren Statussymbolen wie gutes Aussehen, forsches Auftreten, großzügigen Umgang mit Geld beeindrucken. Vielleicht experimentieren sie zuweilen auch recht sorglos mit sinnlichen Vergnügungen, Sex oder Drogen. Je mehr sich jedoch ihre sekundäre Funktion, das Gefühl entwickelt (iF), desto wichtiger werden innigere und ernsthafte Beziehungen mit loyalen Freunden, die sich als aufrichtig und fürsorglich erweisen. Im Zug dieser Entwicklung können ESF immer sensibler auf die Gefühle anderer eingehen, werden aber auch selbst leichter verletzlich.

Trotz der zunehmenden Erlebnistiefe unterliegen ESF immer noch sehr stark dem Verhaltensmuster „spontan handeln und dann erst nachdenken“ (ES). Dadurch können sie in problematische Situationen geraten, wenn es nicht gelingt, auch ihre tertiäre Funktion, das Denken, zu aktivieren. Sie fordern zwar oft schon Fairness ein, sind aber selten objektiv. Sie reagieren primär emotional und halten selbst begründete und sachlich gerechtfertigte Vorhaltungen oder Zurechtweisungen oft für gemein. Zuerst gilt es also, emotionale Sicherheit und Vertrauen aufzubauen, indem man ihnen emotionale Akzeptanz und körperliche Nähe bietet, selbst wenn sie sich schlecht benommen haben. Erst wenn es gelungen ist, eine sichere, nicht-beurteilende Atmosphäre zu schaffen, kann behutsam damit begonnen werden, über Verhaltensvarianten in bestimmten Situationen, auch in möglichen, zu sprechen, um den Weg für besonnenere Reaktionen zu ebnen.

Wenn ESF durch unbesonnenes Verhalten zu oft Misserfolge erleben, können sie zeitweilig mutlos und verzagt werden. Dann zeigt sich auch, dass die Chance, dass sie durch Rückschläge lernen, für ESF nicht sehr groß ist. Am besten können wir ihnen helfen, wenn wir ihnen viel Gelegenheit verschaffen, im praktischen Lebensbereich und im Umgang mit Menschen möglichst viele Fähigkeiten und Geschicklichkeiten zu entwickeln. Dadurch können sie auch nach Rückschlägen immer wieder konkrete Leistungen erbringen und Erfolgserlebnisse haben. Vor allem aber brauchen sie die Gewissheit, dass die Eltern wirklich auf ihrer Seite stehen, an sie glauben und immer bereit sind, ihnen weiterzuhelfen, wenn es nötig ist.

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IFS - Introvertierte Gefühlsorientierung mit Hilfsfunktion Sinnesempfindung - (Aktionist)

IFS im Mittelschulalter (11-16 J.)   (IFS = ISFP)

Introvertiertes Fühlen mit Hilfsfunktion Empfindung

IFS haben ein starkes Bedürfnis nach einem innerlich harmonisierten Gefühlsleben, das von außen her nicht beeinflusst oder gestört wird. Sie pflegen daher mit einigen wenigen Menschen, denen sie vertrauen – vor allem mit Eltern und Geschwistern – eine innige Beziehung. Sie sind sanft, einfühlsam, verständnisvoll und hilfsbereit und machen es dadurch ihren Lieben leicht, ihnen gewogen und verbunden zu bleiben. Sie schätzen diese vertraute familiäre Schutzzone.

Mit dem Eintritt in das Gymnasium oder eine andere Mittelschule weitet sich der Beziehungsraum aus auf eine größere Gruppe, die verschiedene und zum Teil auch herausfordernde Erwartungen hat und auch gefühlsärmere Kontakte mit sich bringt. Vertrauensvolle Loyalität ist nun in der größeren und heterogenen Gruppe der Mitschüler nicht mehr so selbstverständlich wie bei den wenigen Freunden in der Kindheit. Das ist für IFS beunruhigend. Ambivalenz kommt auf. Einerseits möchte der junge Mensch weiterhin unangenehme und angstvolle Gefühle zurückhalten und noch mehr Zeit allein verbringen, andererseits wächst das Bedürfnis, seine Sorgen mitzuteilen. Nun ist eine verständnisvolle, akzeptierende Mutter Goldes wert, die die emotionale Verschlossenheit ihres Kindes respektiert, wartet bis das Kind von sich aus redet, dann geduldig zuhört, behutsam fragt und schließlich sagt, wie gut sie versteht, dass solche Gefühle schmerzlich und schwierig sind.

IFS haben nach wie vor den Wunsch, herzliche oder zumindest freundschaftliche Beziehungen zu pflegen und beliebt zu sein. Das erfordert oft auch Anpassungen, verbunden mit der Versuchung, persönlichen Standards untreu zu sein, um akzeptiert zu werden. Um ihre sensible, nach innen gewandte Gefühlsintensität in einer oft recht unsensiblen Umgebung zu schützen und keine Verletzungen oder Demütigungen zu riskieren, kann die Anpassung in der Gruppe manchmal zu weit gehen und die IFS-Jugendlichen zu Mitläufern machen. Wenn dann der Entschluss gelingt, sich nicht unter Druck setzen zu lassen und nicht Dinge zu tun, die man im Grunde nicht für richtig hält, dann ist ein entscheidender Schritt getan in Richtung auf eine größere Unabhängigkeit und Durchsetzungs­fähigkeit.

Da bei IFS die Gefühle vor allem im Innenleben wirksam sind (iF) und im Verhältnis zur Außenwelt eine gewisse Abhängigkeit von den momentanen Eindrücken besteht (eS), können IFS zuweilen von Unsicherheit überwältigt und in ihrer Entschlusskraft geschwächt oder gar gelähmt werden. Sie haben dann kein Vertrauen, etwas in Gang zu setzen und schieben Entscheidungen hinaus – besonders wenn weitreichende Konsequenzen damit verbunden sind – um sich verschiedene Optionen offen zu halten. Das kann sich hemmend auf die Wahl des Ausbildungs- und Berufsweges auswirken, und zwar umso mehr, als IFS aufgrund ihrer extravertierten Sinnesorientierung (eS) zu sehr auf die vielen Einzelheiten konzentriert sind und sich schwer tun, die großen Zusammenhänge zu erfassen. In dieser Phase kann sich die Führung durch einen einfühlsamen Berater als Segen erweisen.

IFS brauchen in jedem Alter sehr viel persönliche Freiheit und Zeit für sich allein, um die innere Gefühlsharmonie aufrecht zu erhalten (iF). Andrerseits kommen sie durch ihre impulsive Ansprechbarkeit für Sinneseindrücke (eS) leicht in die Versuchung, Regeln zu verletzen, Grenzen zu ignorieren oder Termine zu versäumen. Das kann Ärger mit den Eltern geben, die sich verantwortlich fühlen, eine gewisse Ordnung und Disziplin sicherzustellen. Auch mit der Einteilung ihres Taschengeldes kommen IFS oft nicht zurecht. Da lassen sich unmittelbare Konsequenzen manchmal nicht vermeiden, zum Beispiel die Aushändigung des Taschengeldes in kurzfristigen Teilbeträgen.

IFS haben in ihrer Gefühlspräferenz oft wenig Vertrauen zur Logik. Das kann zu Konflikten führen, wenn Eltern – z.B. denkorientierte Väter oder Mütter – die Einhaltung von Regeln mit logischen Argumenten zu erreichen trachten. Für Gefühlsmenschen hat das wenig Überzeugungskraft, im Gegenteil, sie legen es oft als Mangel an Liebe aus. Es ist daher besser, zwar ruhig und sachlich zu bleiben, aber sich mehr auf gefühlsmäßige, menschliche Auswirkungen als auf Logik zu stützen. Selbst wenn Konsequenzen zu ziehen sind, sollten die Eltern jeden Anflug von Zorn oder Schelte vermeiden, weil sich IFS sehr leicht beschämt und deprimiert fühlen. Die Eltern sollten in jeder Situation sanft und liebevoll mit ihrem Kind sprechen und ihm sagen, dass sie es lieben, auch wenn sie das, was es getan hat, nicht billigen können.

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EDS - Extravertierte Denkorientierg mit Hilfsfunktion Sinnesempfindg - (Traditionalist)

EDS im Mittelschulalter (11-16 J.)  (EDS = ESTJ)

Extravertiertes Denken mit Hilfsfunktion Empfindung

EDS sind nach wie vor sehr kontaktfreudig und schätzen auch den geselligen Kontakt, der mit der Teilnahme am Mannschaftssport oder mit dem Engagement in Klubs, in der Schülerselbstverwaltung, bei Theateraufführungen, in Jugendgruppen oder in der kirchlichen oder politischen Gemeindearbeit verbunden ist. Sie übernehmen bei solchen Engagements gern Führungsaufgaben.

EDS fühlen sich aufgrund ihrer Darstellungsgabe auch auf der Bühne und im Rampenlicht wohl. Die Gemeinschaft im Ensemble kommt ihrer Kontaktfreude entgegen. Ihre Bereitschaft zu harter Arbeit und ihr ausgezeichnetes Gedächtnis sind gute Voraussetzungen für den Erfolg.

EDS sind ausgesprochen pragmatisch und finden auch den wirtschaftlichen Erfolg äußerst wichtig. Sie haben ein gutes Gespür für Geschäft und Wirtschaft und starten oft schon während des Studiums mit Teilzeitjobs lebenslange Karrieren in Wirtschaft und Verwaltung. Auch persönlich können sie gut mit Geld umgehen und schätzen es, Geld zu verdienen und zu sparen, um es für Zwecke von bleibendem Wert zur Verfügung zu haben. Dabei sind sie auf Sicherheit bedacht und gehen selten unnötige Risiken ein.

EDS sind sehr pflichtbewusst, gewissenhaft und verlässlich. Sie sind ehrgeizig und wollen durch außergewöhnliche Leistungen ihre Tüchtigkeit beweisen. Mit ihrer Energie und Tatkraft nützen sie in ihren vielfältigen Tätigkeiten und Engagements jede Gelegenheit, Führungsverantwortung zu übernehmen.

Manche EDS werden in ihrem Streben nach Unabhängigkeit und Selbstbestimmung zuweilen allzu umtriebig, ruhelos und auch rebellisch. Gelegentlich kann auch eine gewisse Launenhaftigkeit auftreten, aber in der Regel nur im Bereich der Familie. Solche unruhige Episoden sind in den meisten Fällen entwicklungsbedingt und werden von EDS bald überwunden. Denn EDS sind vom Typus her verantwortungsbewusste und verlässliche Bewahrer und Förderer bestehender Werte und Institutionen.

Die jungen EDS sollten in diesen unruhigen Perioden nicht bedrängt werden, da es ihnen damit nur erschwert würde, über die Krise hinweg zu kommen. Sie sind gewöhnt, ihre Positionen zu verteidigen und sich zu behaupten, so dass es eher zu einem nutzlosen Machtkampf käme, der es ihnen nur schwerer machen würde, wieder in die richtige Spur zu kommen. Da ihnen an stabilen und tragfähigen Beziehungen liegt, werden sie bald von sich aus zu ihrem gewohnten tatkräftigen Engagement zurückfinden.

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ISD - Introvertierte Sinnesorientierung mit Hilfsfunktion Denken - (Traditionalist)

ISD im Mittelschulalter (11-16 J.)   (ISD = ISTJ)

Introvertierte Empfindung mit Hilfsfunktion Denken

ISD brauchen einen persönlichen Freiraum und sehr viel Zeit, um nachzudenken und ihre Unabhängigkeit zu wahren. Sie teilen sich lieber schriftlich als mündlich mit und möchten sich vorbereiten, ehe sie handeln oder einen Kommentar abgeben. Auch in der Schule sind ihnen schriftliche Projekte lieber als Referate oder Diskussionen.

Im Grunde ändert sich auch in den Mittelschuljahren nicht viel an dieser introvertierten Lebenseinstellung. Die jungen ISD verbringen immer noch gern viel Zeit allein oder zu zweit im Vieraugengespräch. Sie sind immer noch sehr selektiv in der Wahl von Freunden und haben meistens noch den besten Freund oder die beste Freundin aus der Volksschulzeit. Aber jetzt beginnen sie, sich mehr und mehr an Gruppenaktivitäten zu beteiligen und sich in die Gemeinschaft einzufügen. Sie haben das verstärkte Bedürfnis dazuzugehören und sind bereit, den Normen ihrer Gruppe zu entsprechen. Sie haben inzwischen die Erfahrung gemacht, dass es sich lohnt, sensibler und taktvoller mit anderen umzugehen.

ISD beginnen nun, wie fast alle Altersgenossen, sich mit Hilfe von Rebellion und Ablehnung vom Elternhaus abzulösen, sind und bleiben jedoch traditionsbewusst und konservativ (iS) und stehen loyal zu ihren Bezugsgruppen, von der weltanschaulichen Großgruppe bis zur Familie. Sie haben in der Regel fest gefügte Anschauungen und Prinzipien, sind neuen Ideen gegenüber skeptisch und tendieren zu einem Schwarz-weiß-denken, das eher von entweder-oder als von sowohl-als-auch bestimmt ist. Sie machen sich jedoch in dieser Periode der Pubertät und der Suche nach einer grundlegenden Orientierung häufig Gedanken über die oft widersprüchliche und verwirrende Vielfalt der Gruppenmentalitäten und Gruppenstile in ihrem näheren und weiteren Umfeld.

ISD sind diszipliniert und besonnen, richten ihr eigenes Verhalten nach hohen Maßstäben aus und missbilligen unverantwortliches Verhalten bei anderen. Sie sind in der Regel sehr gut organisiert, sorgfältig und effizient (eD). Sie legen Wert auf Ordnung und Sauberkeit, räumen von sich aus häufig auf und können sich auch entschließen, Überholtes und Überflüssiges wegzuwerfen.

ISD sind meist sehr pflichtbewusst, wollen die Schule zügig und erfolgreich absolvieren und streben häufig eine gut vorhersehbare und kontinuierliche Laufbahn an. Sie gehen auch mit ihrem Geld konservativ und gewissenhaft um und versuchen in Nebenbeschäftigungen Geld zu verdienen, um sich Dinge von guter und dauerhafter Qualität kaufen zu können.

ISD wollen die Dinge entschieden haben (eD) und sind oft so ungeduldig, zu Entscheidungen zu kommen, dass sie es versäumen, genügend Informationen einzuholen. Trotzdem halten sie an ihren Entschlüssen meistens konsequent fest und verlangen auch von anderen, sich daran zu halten. Sie können sehr zornig werden, wenn jemand nach getroffener Entscheidung weitere Informationen sammelt und neue Möglichkeiten ins Spiel bringt. Es kann zum Beispiel vorkommen, dass sich ISD schon in den ersten Mittelschuljahren für ein bestimmtes Studium oder einen bestimmten Beruf entscheiden und keine weiteren Optionen mehr prüfen.

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EFS - Extravertierte Gefühlsorientierung mit Hilfsfunktion Sinneswahrnehmung - (Traditionalist)

EFS im Mittelschulalter (11-16 J.)   (EFS = ESFJ)

Extravertiertes Fühlen mit Hilfsfunktion Empfindung

EFS pflegen herzliche Kontakte mit vielen Menschen und haben einen ausgezeichneten Gefühlsrapport mit ihrer Umgebung. Sie sind fröhlich und charmant, allseits beliebt und in allen Lebensbereichen – Schule, Hobbys, Hilfsdienste – sehr engagiert. Ihre Engagements und gesellschaftlichen Aktivitäten können so vielseitig werden, dass sie mit konkurrierenden Loyalitäten konfrontiert sind und manchmal nicht wissen, wo sie sich zuerst einbringen sollen. Da sie hohe Anforderungen an sich selbst stellen und das Gefühl von Versagen oder Niederlagen schwer ertragen könnten, ist eine gewisse Selektion und Konzentration ihrer Aktivitäten wichtig.

EFS streben so stark nach gefühlsmäßiger Integration in ihrem Umfeld, dass sie sorgfältig darauf achten, welches Bild sich andere Menschen von ihnen machen. Die Einstimmung auf die Meinungen anderer und auf das, was in Mode und cool ist, könnte recht belastend werden, wenn es ihnen nicht gelingt, weniger auf ihr Fremdbild zu achten und mehr auf ihre innere Stimme zu hören.

Diese fröhlichen jungen Menschen, die sich so herrlich amüsieren können, fühlen sich häufig auch herausgefordert, alles perfekt zu machen und oft mehr zu leisten, als verlangt wird, um anerkannt und gemocht zu werden und das Gefühl zu haben dazuzugehören. Dadurch können sie in Wettbewerbssituationen kommen, die gerade für EFS emotional sehr belastend sind.

EFS legen Wert auf ein geordnetes und vorhersehbares Umfeld, in dem alles reibungslos und störungsfrei abläuft (eF). Sie entwickeln daher oft ein hoch entwickeltes Organisationstalent, setzen Planung und Zeitmanagement ein und übernehmen auch gern die Verantwortung für Projekte, die für Gruppen zu arrangieren sind, wie Klassenausflüge oder Schulbälle. Mit ihrer Begeisterungsfähigkeit motivieren sie andere zur Mitarbeit und in ihrer praxisbezogenen Art (S) planen sie den Ablauf ganz konkret und in Einzelschritten voraus. Diese Erfahrungen werden ihnen in künftigen gemeinnützigen Aktivitäten zugute kommen.

EFS sind sehr hilfsbereit und einfühlsam, achten sorgfältig darauf, andere nicht zu kränken oder vor den Kopf zu stoßen. Wenn sie selbst in ihren Gefühlen verletzt werden, kann das oft sehr lange nachwirken. Gerade im Jugendalter fällt es ihnen oft schwer, die Freundschaft mit jemandem, der ihnen Unrecht getan hat, aufrecht zu erhalten.

Auch EFS bleiben von den Turbulenzen der Adoleszenz nicht verschont. Dabei kann es auch zu Phasen der Rebellion kommen. Die sonst so höflichen und taktvollen EFS können in dem an sich gesunden Bestreben, sich loszureißen, zeitweilig unhöflich, frech oder beleidigend werden. Sie können auch in selbstgefährdendes Verhalten abgleiten. EFS sind aber so traditionsbewusst (iS), dass sie solche Episoden in der Regel schnell überwinden, besonders wenn sie von verständnisvollen Eltern ermutigt werden, sich eigene Meinungen und Überzeugungen zu bilden und eigenständige Menschen zu werden.

EFS treffen in der Regel brauchbare und praxisbezogene Entscheidungen (S). Sie sind auch gewöhnt, sich in schnellen Entschlüssen festzulegen (eF). Daher kann es für jugendliche EFS sehr nützlich sein, wenn sie bei nachhaltigen Entscheidungen, etwa in der Studien- und Berufswahl oder bei persönlichen Bindungen mit lebenslangen Verpflichtungen ermutigt werden, über den unmittelbaren Anschein der Wirklichkeit hinauszublicken und sich lang genug Zeit zu lassen.

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ISF - Introvertierte Sinnesorientierung mit Hilfsfunktion Fühlen - (Traditionalist)

ISF im Mittelschulalter (11-16 J.)   (ISF = ISFJ)

Introvertierte Empfindung mit Hilfsfunktion Fühlen

ISF sind eher zurückhaltend und nicht sehr gesprächig. Sie beschäftigen sich gern allein oder zusammen mit einem der wenigen, sorgfältig ausgewählten Freunde. Einladungen nehmen sie gern an, suchen aber selten von sich aus Geselligkeit. Sie telefonieren wenig, rufen meist nur aus speziellen Anlässen an, sind aber geduldige Zuhörer, wenn sie angerufen werden. ISF sind liebevoll und hilfsbereit und sehnen sich nach innigen und beständigen Beziehungen mit einigen wenigen Menschen, die ihnen lieb und wichtig sind.

ISF schätzen und pflegen Traditionen, weil sie daraus Sicherheit und Kontinuität gewinnen (iS). In der Pubertät beginnen sie, konventionelle Verhaltensweisen zu hinterfragen und sich dagegen aufzulehnen. Das ist ein wichtiger Schritt zu unabhängigerem Denken und Entscheiden. Es handelt sich aber nicht um eine grundlegende Rebellion gegen das Establishment, und über kurz oder lang werden die jungen ISF wieder zu einem eher traditionellen Lebensstil zurückkehren. Wichtig ist, dass die Eltern den persönlichen Nutzen dieser Episode für das innere Gleichgewicht des jungen Menschen erkennen und kein großes Aufheben machen.

ISF entwickeln aus überliefertem Gedankengut und persönlichen Einsichten eine stabile Weltanschauung traditioneller Prägung, an der sie neue Informationen messen, bevor sie sie übernehmen (iS). Daraus erwächst ihre Tendenz, nur zögernd auf Neues einzugehen. Als Jugendliche haben sie inzwischen schon mehr Erfahrungen gesammelt und vertrauen immer mehr auf das, was sie persönlich als wahr erkannt haben. Damit wächst auch ihre Zuversicht, die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Das gesteigerte Selbstvertrauen gibt den jungen ISF genug Rückhalt, um nun auch mehr auf die Meinungen anderer zu achten. Aus dem starken Bedürfnis, akzeptiert zu werden und sich zugehörig zu fühlen, tun sie manchmal etwas, was sie gewöhnlich von sich aus nicht tun würden, um bereitwilliger von einer Gruppe aufgenommen zu werden. Sie sind gewohnt, sich zu pflegen und hübsche, aber eher konventionelle Kleidung zu tragen. Nun aber sind sie eher bereit, sich dem Stil ihrer Bezugsgruppe anzupassen, allerdings nur moderat und niemals ausgefallen.

Auf der Grundlage ihrer innerlich gefestigten Überzeugungen (iS) und ihres Bestrebens, ihr äußeres Umfeld vernünftig und harmonisch zu gestalten (eF) entwickeln ISF ein erhöhtes Verantwortungs­gefühl. Sie arbeiten in der Schule gewissenhaft mit, machen bereitwillig ihre Hausaufgaben und helfen ausgiebig bei den Arbeiten im Haushalt. ISF sind sich ihrer verantwortungsbewussten Zuverlässigkeit bewusst und freuen sich über das, was sie leisten und beitragen.

ISF sind in der Regel diszipliniert und gut organisiert (eF). Sie gestalten ihre Umgebung mit viel Liebe und Sorgfalt und haben es am liebsten, wenn alles sauber, geordnet und an seinem Platz ist. Sie gehen sehr pfleglich mit ihren Besitztümern um, widerstehen aber der Versuchung alles ohne Unterschied aufzubewahren. Sie überlegen sorgfältig, was sie behalten wollen und was sie wegwerfen können. ISF legen auch Wert auf Pünktlichkeit und wenn sie manchmal doch etwas vergessen oder übersehen, dann meistens nur, weil sie so intensiv in eine Tätigkeit vertieft waren und das Zeitgefühl verloren haben.

ISF sind zwar grundsätzlich hilfsbereit und selbstlos, sparsam und genügsam. In diesem Alter entwickeln jedoch auch schon Interesse am Geldverdienen und Zwecksparen. Sie suchen sich zum Beispiel Gelegenheitsarbeiten in der Nachbarschaft, um sich mit dem zusammengesparten Geld Sonderwünsche zu erfüllen. Dabei lassen sie sich höchst selten zu unüberlegten Impulskäufen hinreißen, sondern entscheiden sich meistens für langfristig brauchbare und hochwertige Gegenstände, zum Beispiel für Elektronikgeräte oder für ein Mountainbike.

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EFN - Extravertierte Gefühlsorientierung mit Hilfsfunktion Intuition - (Idealist)

EFN im Mittelschulalter (11-16 J.)   (EFN = ENFJ)

Extravertiertes Fühlen mit Hilfsfunktion Intuition

EFN sind freundlich und beliebt, führen weiterhin ein sehr aktives geselliges Leben und werden oft von ihren Altersgenossen bewundert. Sie widmen sich nach wie vor vielfältigen Aktivitäten in der Klassengemeinschaft und in der Schülerverwaltung, in Theateraufführungen und im Teamsport. Sie bewähren sich schon in diesem Alter als erfolgreiche Vermittler bei Auseinandersetzungen zwischen Freunden und führen – persönlich und am Telefon - oft lange Gespräche mit Freunden, um ihnen bei der Lösung von Problemen zu helfen.

EFN finden aufgrund ihrer Hilfsfunktion Intuition (N) Freude am Mittelschulstudium, weil sie besonders im Gymnasium weniger auf Auswendiglernen angewiesen sind und mit Hilfe ihrer ausgeprägten Phantasie zu tieferen Interpretationen gelangen können. EFN entwickeln oft eine Vorliebe für Geisteswissenschaften, Literatur, Fremdsprachen oder Sozialwissenschaften.

Auch EFN-Teenager kommen im Zuge des natürlichen Ablösungsprozesses von ihren Familien zeitweilig aus dem inneren Gleichgewicht. Aufgrund ihrer eher introvertierten sekundären Funktion, der Intuition (iN), durchlaufen sie auf der Suche nach der eigenen Identität häufig eine Phase der intensiven inneren Phantasie mit Tagträumen und aufregenden imaginären Szenarien. Diese sonst so aktiven und fleißigen Jugendlichen verbringen dann oft lange Zeit in anscheinendem Nichtstun, bei dem sie Schulaufgaben und Hausarbeiten vernachlässigen, in Wirklichkeit jedoch auf intensiver innerer Sinnsuche sind.

Manche EFN vertrauen sich in Zeiten einer besonders aktiven Phantasie einem Tagebuch an. In dieser Zeit des Umbruchs und der inneren Klärung wollen die sonst so mitteilsamen EFN nicht gern darüber reden, was in ihnen vorgeht. Da ersetzt ihnen ein Tagebuch einen diskreten und nicht-beurteilenden Zuhörer. 

Für EFN geht es in diesem Reifungsprozess vor allem darum, ihre Eigenständigkeit zu finden und sie selbst zu sein. EFN sind schon seit der frühen Kindheit sehr harmoniebedürftig und möchten gefallen und akzeptiert werden. Sie waren immer schon liebe Kinder, die gern und fröhlich auf die Wünsche und Forderungen anderer eingehen, so dass dieses Verhalten von den Leuten schließlich als selbstverständlich betrachtet wurde. Auch für die EFN-Kinder ist dieses Verhalten inzwischen so selbstverständlich geworden, dass sie versucht sind, darin die wahre Quelle ihres Selbstwerts zu erblicken.

In der Pubertät sollte sich nun ein entscheidender Entwicklungsschritt vollziehen. Bisher ist es EFN schwer gefallen, Meinungsverschiedenheiten durchzustehen oder etwas zu tun oder zu sagen, was das Missfallen anderer erregen könnte. Nun kommt es immer mehr darauf an, eigene Überzeugungen und Prinzipien zu entwickeln und ihre Meinungen offen und ehrlich auszusprechen. Die jungen EFN sollen sich berechtigt fühlen durchzusetzen, was sie für das Beste halten, ohne darauf zu achten, welchen Eindruck das auf andere macht. So können sie immer mehr ihr wahres Selbst entfalten. Für EFN kann es eine große Hilfe auf dem Weg zur eigenständigen Persönlichkeit sein, wenn im Elternhaus eine positive und nicht-beurteilende Atmosphäre herrscht, in der ihre Meinungen und Entscheidungen respektiert werden.

In einem solchen Elternhaus wird von den gutmütigen und liebenswürdigen EFN-Kindern auch nicht so oft Perfektion und gute Laune erwartet. EFN lernen ohnehin von sich aus fleißig und bereiten sich oft schon hart auf die Aufnahme in eine Universität vor. In ihrem Eifer, vorauszuplanen (eF) treffen sie vielleicht verfrühte Entscheidungen und legen sich auf einen bestimmten Weg fest, ehe sie alle Optionen ausreichend bedacht haben. Diese anpassungswilligen EFN-Jugendlichen sind oft allzu sehr geneigt, sich konform mit den Erwartungen der anderen zu verhalten. Mit ihrem realistischen Blick werden sie aber immer besser die Voraussetzungen für ein vernünftiges und harmonisches Lebensumfeld erkennen und die richtigen Entscheidungen treffen können (eF).

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INF - Introvertierte Intuitionsorientierung mit Hilfsfunktion Fühlen - (Idealist)

INF im Mittelschulalter (11-16 J.)  (INF = INFJ)

Introvertierte Intuition mit Hilfsfunktion Fühlen

INF haben von ihrer Grundveranlagung her ein starkes Bedürfnis nach Alleinsein, um mit ihrem inneren Gefühls-, Gedanken- und Phantasiereichtum ins Reine zu kommen. In der Pubertät, die auch für INF ein turbulenter innerer Klärungs- und Orientierungsprozess ist, wird dieses Bedürfnis noch drängender, denn sie stehen jetzt auch vor der Aufgabe, sich intensiv mit einer schnelllebigen Außenwelt und ihren praktischen Anforderungen auseinander zu setzen. Sie sind immer schon mit dem Problem konfrontiert, dass ihre starke Innerlichkeit als Selbstbefangenheit missverstanden wird, aber in dieser Entwicklungsphase geht es ihnen tatsächlich vorrangig um sich selbst. Sie werden für viele Mitmenschen, besonders für extravertierte, noch unverständlicher und entwickeln in einer Art Selbstschutz oft eine Attitüde der gelangweilten Überlegenheit oder eines kritischen Sarkasmus. Die einst so gefälligen und gefügigen Kinder können nun missmutig, unduldsam und schnippisch sein. Darum werden sie jetzt mit verstärkter Kritik und Ungeduld konfrontiert sein.

INF, die sonst die Einsamkeit genießen, fühlen sich jetzt allein gelassen. Sie brauchen Unterstützung, aber nicht in der Form, dass sich Eltern oder andere Erwachsene um Gespräche mit ihnen bemühen. Sie brauchen die Gewissheit, dass sie von den Eltern ehrlich in ihrer Eigenart angenommen, verstanden und respektiert werden. So kann eine Atmosphäre des Vertrauens entstehen, in der sich INF in einem zufälligen stillen Beisammensein von sich aus öffnen und mitteilen können, was in ihnen vorgeht. Wenn sie spüren, dass ihre Eigenart und ihre gegenwärtige Unruhe als völlig normal empfunden werden, können sie ein fundiertes Gefühl der Zuversicht und Selbstachtung aufbauen.

INF machen sich – als Idealisten (NF) nach David Keirsey – oft mehr Gedanken und Sorgen über ihre Berufswahl als Jugendliche anderer Typen, weil sie nicht irgendeinen Job haben wollen, sondern von dem starken Wunsch beseelt sind, auch im Beruf Sinnerfüllung und Harmonie zu finden. Sie möchten etwas Schöpferisches und Bedeutungsvolles leisten und können sich schwer vorstellen, in einem traditionellen oder betrieblichen Umfeld zu arbeiten. Sie möchten sich zu integren Persönlichkeiten mit hohem ethischen Standard entwickeln.

INF-Teenager reden selbstverständlich auch über ihre Ideale und Berufsvorstellungen, stoßen dabei aber selten auf Verständnis. Besonders Gleichaltrige mit praktisch-sinnesbezogener Einstellung werden solche Berufswünsche für hochgestochen oder arrogant halten und mit Spott oder Hänseleien reagieren. Da ist es Goldes wert, wenn die jungen INF-Idealisten Rückhalt bei ihrer Familie und besonders bei den Eltern finden. Oft müssen Eltern erst die Sorge überwinden, dass ihr Kind den Boden unter den Füßen verlieren könnte und es schwer im harten Alltag des Lebens haben würde. Es wäre aber sinnlos, solche Sorgen zu äußern oder gar mit Ermahnungen zu verbinden. Wenn die INF-Teenager spüren, dass die Eltern ihre Einstellung verstehen, akzeptieren und auch schätzen, können sie sich vertrauensvoll aussprechen. So können die jungen INF ihre Zukunftsträume klären und in eine realisierbare Form bringen. Auch ein Tagebuch könnte ihnen vielleicht dabei helfen.

INF stärken ihr Selbstvertrauen oft durch die Teilnahme an kreativen Aktivitäten. Sie treten zum Beispiel manchmal gern in einem Schülertheater oder in einer Theatergruppe in ihrer Gemeinde auf oder wirken hinter der Bühne mit. Voraussetzung ist allerdings, dass sie sich gut vorbereiten können, denn sie stehen nicht gern im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit und fühlen sich unsicher, wenn sie improvisieren oder aus dem Stegreif sprechen sollen. Wenn sie ausreichend Zeit haben, ihre Gedanken und Auftritte zu organisieren, engagieren sie sich auch in Vorträgen, Dichterlesungen oder schauspielerischen Darstellungen. Sobald sie jedoch in eine Wettbewerbssituation geraten, verlieren sie die Freude an solchen Aktivitäten.

INF wollen innerlich frei sein für ihre tiefen Gefühle und lebhaften Phantasien (IN) und erleben gleichzeitig ein oft starkes Unbehagen mit der Außenwelt, die ihre innere Harmonie mit vielerlei Anforderungen, Zumutungen und oft auch Attacken zu stören droht. Es ist ihnen daher, bewusst oder unbewusst, ein starkes Anliegen, ihr äußeres Umfeld möglichst gleichbleibend, vorhersehbar und störungsfrei zu gestalten. Das gelingt ihnen relativ leicht durch ihre rationale Hilfsfunktion, das extravertierte Fühlen (eF), aus dem heraus sie einen harmonischen, gut strukturierten und durchgeplanten Lebensraum und Tagesablauf sichern möchten. Zum diesem Zweck können sie sich auch mit manchen Routinen abfinden. Ganz besonders schätzen sie es, wenn sie sich einem sehr engen und vertrauenswürdigen Freund anvertrauen können, der ihnen auch bei den Hänseleien und Quälereien, denen sie zuweilen ausgesetzt sind, ein verlässlicher Beistand ist.

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ENF - Extravertierte Intuitionsorientierung mit Hilfsfunktion Fühlen - (Idealist)

ENF im Mittelschulalter (11-16 J.)   (ENF = ENFP)

Extravertierte Intuition mit Hilfsfunktion Fühlen

ENF sind sehr gesellig und haben einen großen und vielfältigen Freundeskreis. Sie sind loyale Freunde, die jederzeit bereit sind, andere mit Rat und Tat zu unterstützen. Sie verbringen viel Zeit im Gespräch und am Telefon, um Freunden bei der Bewältigung von Problemen zu helfen. ENF sind schon in jungen Jahren bei Kindern und Erwachsenen sehr beliebt.

ENF sind hilfsbereit und tief besorgt, wenn sie merken, dass es jemandem schlecht geht. Sie setzen sich engagiert für das Wohlergehen anderer ein, sowohl persönlich von Mensch zu Mensch als auch auf breiter Basis, etwa als Aktivisten und leidenschaftliche Sprecher für Angelegenheiten, die ihnen am Herzen liegen. Sie arbeiten auch unermüdlich in Teams mit, etwa um Petitionen zu unterstützen oder Spenden aufzubringen.

ENF arbeiten oft begeistert und intensiv daran, ihre Talente und vielfältigen Interessen auf dem Gebiet der Musik und bildenden Kunst, des Theaters und anderer Künste, aber auch des Mannschaftssports zu entwickeln. Auch hier ist ihnen die Gemeinschaft ein großes Anliegen und auf der Suche nach der richtigen Zugehörigkeit wechseln sie oft zwischen Gruppen hin und her. Bei all diesen sozialen, sportlichen und künstlerischen Aktivitäten können sie schwer Prioritäten setzen und laufen Gefahr, sich zu überfordern. Oft bleibt ihnen nicht genug Zeit für ihre Schulaufgaben.

ENF haben ein reiches und oft auch abwechslungsreiches Gefühlsleben, das bei diesen extravertierten, ausdrucksstarken Jugendlichen in der Regel unmittelbar auf ihr Verhalten durchschlägt. Das kann unvermittelte Stimmungsumschwünge zur Folge haben, manchmal auch in Verbindung mit ihren Erfolgen oder Misserfolgen in der Schule oder mit ihren Beziehungen zu ihren Freundinnen und Freunden. ENF passen ihre Stimmungslage um der Harmonie willen oft jeweils der Person oder Gruppe an, mit der sie gerade Kontakt haben.

Im Pubertätsalter verhalten sich ENF oft schockierend oder kleiden sich unkonventionell, um eine erregende Reaktion zu erzielen oder auch, um sich als anders und einzigartig zu erleben. Das gibt sich aber bald wieder, besonders wenn man sie wie Erwachsene behandelt und ihre Ansichten respektiert oder zumindest toleriert. Sie sind jetzt in der Lebensphase, in der sie sich selbst und den Sinn ihres Lebens verstehen möchten und herausfinden wollen, was sie zu etwas Besonderem macht.

ENF treffen aufgrund ihres ausgeprägten Wertesystems meistens gute Entscheidungen auf hohem Niveau. Da sie dazu neigen, anderen gefällig zu sein, oder sich von dem, was anderen gefällt, beeindrucken zu lassen, übersehen sie es manchmal, wenn eine Entscheidung problematisch ist oder zu Schwierigkeiten führen könnte.

ENF sind so intuitiv und phantasievoll, dass ihnen meistens ein breites Spektrum an Möglichkeiten und Varianten vor Augen steht. Das kann ein Übermaß an Wünschen wecken, von denen natürlich die meisten nicht erfüllbar sind. Dadurch rufen die notwendigen Beschränkungen oft heftige Frustrationen und auch Ängste hervor, und die jungen ENF erscheinen nahezu unfähig zu akzeptieren, dass sie nicht bekommen, was sie wünschen. Die Eltern stehen dann oft vor der Aufgabe, notwendige Ablehnungen sorgfältig zu begründen, den mit gut durchdachten Argumenten lassen sich ENF in der Regel überzeugen. Jedenfalls ist es am besten, ein absolutes NEIN auf solche Wünsche auf wirklich wichtige Fälle zu beschränken.

Da es für ENF gerade in diesem Alter so schwer ist, im Entscheidungsprozess Möglichkeiten auszuscheiden (eN), können sie sich viel Unruhe ersparen, wenn sie über die Optionen und ihre Folgen mit jemandem sprechen können. Das ist aber gar nicht so einfach, denn die Jugendlichen wollen nicht, dass man sie belehrt oder ihnen Planungen abnimmt. Am besten ist es, ihnen einfach zuzuhören, ihre Probleme und Gefühle akzeptierend zu spiegeln, vielleicht mit etwas anderen Worten, und über das Für und Wider kurze Notizen zu machen. Da nichts kritisiert oder zurückgewiesen wird, können die ENF-Teenager alles zur Sprache bringen und haben dann sogar eine Plus-minus-Liste zur Verfügung, die sie eventuell später nochmals durchgehen können. Die jungen ENF können dabei das Gefühl haben, akzeptierend unterstützt zu werden und trotzdem allein zu entscheiden.  

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IFN - Introvertierte Gefühlsorientierung mit Hilfsfunktion Intuition - (Idealist)

IFN im Mittelschulalter (11-16 J.)   (IFN = INFP)

Introvertiertes Fühlen mit Hilfsfunktion Intuition

IFN sind in sich gekehrt (I), haben ein intensives Gefühlsleben (IF), nehmen mit ihrer wachen Intuition in hohem Maße Möglichkeiten und Zusammenhänge wahr, die hinter dem Augenscheinlichen verborgen sind (N), sind daher ausgeprägte Idealisten (FN) und stehen damit in einem gewissen Gegensatz zur pragmatischen Welt der realen Dinge (IFN).

Da die typologische Kombination von IFN nur sehr selten vorkommt – vielleicht drei bis vier Prozent der Bevölkerung – haben die meisten Mitmenschen oft keine Ahnung, wie ein IFN innerlich tickt und verhalten sich häufig entsprechend unsensibel und verständnislos, umso mehr als Gefühle an sich schon schwer zu erkennen sind. Das hat meist zur Folge, dass sich IFN, diese sensiblen Gefühlsmenschen, häufig unverstanden fühlen und sich noch mehr in sich zurückziehen, nach außen hin noch weniger erkennbar sind und ... = Teufelskreis.

Wenn nun im Mittelschulalter auch noch die Umbrüche und Turbulenzen der Pubertät hinzukommen, reagieren diese jungen Leute höchst emotional und verletzlich auf alles und jedes – in der Familie, im Schulstress, in Freundschaften und romantischen Beziehungen, in ihrem Ehrgeiz, alles sehr gut und womöglich perfekt zu machen. Und das alles spielt sich hauptsächlich innerlich ab, kommt nach außen hin meistens nur indirekt als Ungeduld, Ärger und Missmut zum Ausdruck. Dadurch ist das wahre Ausmaß des inneren Leidens für die Mitwelt nicht ohne Weiteres erkennbar.

Diese Situation stellt hohe Anforderungen an die Sensibilität und Wachheit der Eltern. IFN brauchen in diesen Nöten des notwendigen Ablösungsprozesses, bei gleichzeitiger Sehnsucht nach familiärer Geborgenheit, sehr viel Akzeptanz und Geduld, Liebe, Anerkennung und Bestärkung in vielfacher Form, mit Blicken, Berührungen und ermutigenden Kommentaren. Vor allem muss die Einstellung der Eltern echt sein, denn was die Eltern sind, tönt lauter als was sie sagen. Diese aufrichtige Liebe und Akzeptanz wird unvermerkt das Selbstvertrauen und Geborgenheitsgefühl der jungen IFN stärken, selbst wenn es nach außen hin den Anschein hat, dass sie diese Bemühungen ignorieren oder abwehren. In diesen Jahren ist mehr als sonst wichtig, dass ihre zwiespältigen Gefühle anerkannt und als ganz normal akzeptiert werden.

IFN werden das Gefühl, Außenseiter und unverstanden zu sein, nie ganz loswerden. Darum kann es gerade in den turbulenten Jugendjahren eine große Hilfe und Ermutigung sein, wenn sie etwas über ihren Persönlichkeitstypus erfahren. Sie verstehen dann besser, wie und warum sie anders sind und können ihre Einzigartigkeit neu bewerten. Sie werden manches Missverständnis vermeiden und ihre Konflikte und Spannungen besser bewältigen können.

IFN sind selbstverständlich nicht immer nur „leidende Opfer“, sondern können zuweilen ganz schön rebellisch sein und gegen Regeln und Strukturen misstrauisch und respektlos ankämpfen. Vielleicht setzen sie manchmal ihre Opferrolle und ihre Gefühle auch manipulativ ein. Wenn sie sich bedrängt fühlen, konzentrieren sie sich vielleicht ganz auf ihre eigenen Verletzungen. Wenn sie dann Kritik ernten, werden sie automatisch defensiv und wenn sie defensiv sind, kann sich ihre Fähigkeit, sich einzufühlen oder die vielfältigen Optionen zu sehen, nicht entfalten. Wieder brauchen sie viel akzeptierende Geborgenheit, vor allem auch, um nicht vielleicht mit Drogen oder anderen schädlichen Experimenten Erleichterung zu suchen.

Für IFN, die so stark aus ihren Gefühlen reagieren und alles so persönlich nehmen, ist es besonders schwer, halbwegs gelassen mit Kritik umzugehen. Sie wissen selbst, wie empfindlich sie auf Kritik reagieren können und versuchen daher, ihre Werke und Ideen keiner Kritik auszusetzen und sie nur zu präsentieren, wenn sie sie als ganz perfekt betrachten. Wenn sie etwas hören, was auch nur im entferntesten negativ klingt, und wäre es auch nur ein gut gemeinter Vorschlag, nehmen sie das oft als Hinweis, dass ihre Arbeit nicht gut genug ist, behalten aber ihre verletzten Gefühle meist für sich und ziehen sich zurück.

IFN haben mit ihrer lebhaften Intuition einen offenen Blick für die Zukunft und für die Vielfalt der Möglichkeiten (eN) und können sich daher schwer entscheiden. Gerade in den Mittelschuljahren stehen sie vor der Frage, wie sie ihr Leben gestalten werden. Sie fühlen sich zu Berufen hingezogen, in denen ihr Idealismus gefordert ist, zum Beispiel im Umweltschutz, in Menschenrechtsfragen, in Psychologie, Philosophie oder Kunst. Sie wissen, dass sie sich in der geschäftigen und ergebnisorientierten Welt der Wirtschaft oder in traditionellen Berufen nicht wohl fühlen würden. Sie möchten ein Leben führen, das ihnen Sinnerfüllung bietet und das ihnen auch ermöglicht, die ersehnte innere und äußere Harmonie zu finden und zu bewahren. In der Suche nach einer „perfekten“ Lösung können sie von der Angst vor Fehlentscheidungen erfasst werden. Wieder brauchen sie liebevollen Beistand und Akzeptanz, um diese Phase der Bedenken und Zweifel durchzustehen.

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EDN - Extravertierte Denkorientierung mit Hilfsfunktion Intuition - (Rationalist)

EDN im Mittelschulalter (11-16 J.)  (EDN = ENTJ)

Extravertiertes Denken mit Hilfsfunktion Intuition

EDN profilieren sich immer mehr als selbstsichere und unabhängige Jugendliche, die ihre Aktivitäten über den regulären Lehrplan hinaus ausdehnen und Verantwortung und Führungsaufgaben übernehmen, angefangen von der Redaktion einer Schülerzeitung oder eines Jahrbuches über Debattierklubs oder musikalische Aufführungen bis zur organisierten Vertretung der Schülerinteressen. Auch ihre Vorliebe für öffentliche Auftritte zeigt sich immer deutlicher. EDN wirken gern bei akademischen Veranstaltungen mit oder ergreifen Gelegenheiten zu Auftritten im Theater oder Fernsehen. Durch Bühnenauftritte und die Herausforderungen des Vorsingens, Vortanzens und Vorspielens fühlen sie sich mit neuer Energie und Begeisterung erfüllt. Manche EDN wirken schon jetzt so sicher wie professionelle Schauspieler und werden später einschlägige Berufe, etwa als Schauspieler, Intendanten oder Drehbuchautoren ergreifen.

EDN glänzen zwar häufig in Leistungstests und zeigen bei jeder Gelegenheit, dass sie den Stoff beherrschen. Aber im Grunde betrachten sie den Klassenbetrieb oft als langweilige Routine und suchen nach besonderen Aufgaben, um ihr überlegenes Wissen und Können zu beweisen. Sie sind glücklich, wenn sie gute Lehrer finden, die ihr Bedürfnis nach kreativen Herausforderungen erkennen und sie über den Lehrplan hinaus in Bereiche einführen, in denen sie interessante Entdeckungen machen und sich an komplexen Aufgaben bewähren können.

EDN ergreifen in ihrem Expansionsstreben jede Gelegenheit zu Auslandsreisen und Auslandsstudien und erweitern auch in diesem Bereich ihren großen und vielfältigen Freundeskreis. Manche EDN sind sehr eigenwillig, streben über den konventionellen Lebensstil hinaus und haben eine Neigung zum Außerordentlichen, zu Dingen, die aus dem Rahmen fallen, oft auch in der Kleidung, ebenso wie zur Verbindung mit ungewöhnlichen Leuten. So entwickeln sie oft einzigartige Rollenprofile und können zu Trendsettern werden. Wenn sie in dieser Entwicklung von ihren Eltern nicht gebremst, sondern ermutigt werden, können sie einen ganz persönlichen Stil entfalten, der häufig von den ausgetretenen Pfaden abweicht.

Akzeptanz und Ermutigung brauchen vor allem auch EDN-Töchter, denn selbstbestimmte, logische Mädchen entsprechen trotz mancher Fortschritte noch immer nicht dem weiblichen Rollenklischee der herrschenden Konventionen. Verständnisvolle Eltern, die den Mut und die Stärke ihrer EDN-Töchter ausdrücklich akzeptieren, sind eine wichtige Stütze, damit sie in dieser schwierigen Lebensphase nicht zurückweichen vor den Herausforderungen und Widrigkeiten, sondern ihre Selbstachtung und Unabhängigkeit bewahren. Vor allem die Orientierung an und Beziehung mit erfolgreichen und glücklichen EDN-Frauen kann den heranwachsenden Mädchen helfen, sich selbst treu zu bleiben, das Beste aus den Stärken ihres Typus herauszuholen und wenn möglich in die Führungselite ihrer Generation aufzusteigen.

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IND - Introvertierte Intuitionsorientierung mit Hilfsfunktion Denken - (Rationalist)

IND im Mittelschulalter (11-16 J.)   (IND = INTJ)

Introvertierte Intuition mit Hilfsfunktion Denken

IND bleiben auch in der Mittelschulzeit immer noch lieber allein und geben ungern etwas aus ihrem Gefühlsleben preis, besonders wenn es um romantische Erlebnisse geht. Aber sie lassen sich jetzt stärker auf andere Menschen ein. Das kostet sie zwar Energie, die sie immer wieder in der Stille auftanken müssen, aber sie halten es für wichtig, mehr Kontakt und gemeinsame Erlebnisse mit ihren Altersgenossen zu suchen.

Sie nehmen nun häufiger an schulischen und außerschulischen Aktivitäten teil. Wenn sie Sport treiben, widmen sie sich am liebsten individuellen Sportarten, die ein hohes Maß an persönlicher Geschicklichkeit erfordern. Sie entfalten ihre Kompetenz nicht nur durch Training, sondern lesen auch alles über ihre spezielle Sportart, über die Ausrüstung, die Geschichte und andere Hintergründe. Bei all dem steht aber nach wie vor ihre natürliche Liebe zum Lernen und ihre Ausbildung im Vordergrund. Sie schätzen die größere Unabhängigkeit des Studiums an höheren Schulen und je freier sie wählen können, desto stärker ist ihre Motivation und desto eindrucksvoller ihre Leistung.

Der Rationalismus der IND hat zwei Komponenten: die innenorientierte Intuition (iN) und das außen­orientierte Denken (eD). Aufgrund ihrer extravertierten Denkpräferenz lieben IND die Herausforderungen der Redesituation. Sie nehmen den Stress, der mit öffentlichen Auftritten in der Regel verbunden ist, entschlossen auf sich, weil sie hier ihren logischen und analytischen Scharfsinn demonstrieren können (D). Gleichzeitig können sie aus dem breiten Spektrum ihres geistigen Horizonts, der sich in diesem Alter schon auszuweiten beginnt, und aus ihrer Fähigkeit, Muster, Prinzipien und Zusammenhänge zu erkennen, schöpfen. Die Kehrseite dieser Denksicherheit ist, dass IND im Lauf der Jugendjahre manchmal vielleicht allzu selbstsicher werden und oft meinen, so zu sagen schon alles zu wissen. Erst mit fortschreitender Erfahrung festigt sich die Einsicht, dass es noch sehr viel gibt, das sie nicht wissen.

IND legen großen Wert auf Gerechtigkeit und Fairness, sowohl aktiv anderen gegenüber als auch passiv. Wenn sie erkennen, dass Prinzipien der Gerechtigkeit oder Menschlichkeit verletzt werden, können sie entschieden, konsequent und leidenschaftlich für diese Prinzipien eintreten. Wesentlich unsicherer sind IND im Umgang mit ihrem Gefühlsbereich und auch mit den Gefühlen anderer. In ihrer Vorliebe für logisch-sachliche Klarheit verletzen sie mit allzu direkten und unverblümten Äußerungen oft die Gefühle anderer, ohne es zu wollen.

IND kommen auch mit den Umbrüchen und Turbulenzen im Gefühls- und Intimbereich in dieser Periode der Pubertät nicht so leicht klar. In ihrem Drang nach Freiheit und Individualität und in ihrer Neugier für die Möglichkeiten des Lebens beginnen sie vielleicht, mit sexuellen Aktivitäten oder mit Drogen zu experimentieren. Auch alternative Lebensformen können ihr Interesse wecken. Das ist weniger beunruhigend, wenn man bedenkt, dass gerade für IND die Suche nach ihrer wahren Identität und einem maßgeschneiderten Lebensstil für ihren persönlichen Reifungs- und Individuationsprozess wichtig ist. Für diese Rationalisten (ND) ist es förderlich, möglichst früh klare und sachliche Informationen über Sexualverhalten und Drogenintervention zu erhalten. Dann können sie leichter und nachhaltiger gute und vernünftige Entscheidungen treffen. IND lassen sich Gespräche, besonders über vertrauliche Dinge, nicht aufdrängen. Wenn sie aber von sich aus zu sprechen beginnen, ist es am besten, still dazusitzen und respektvoll zuzuhören, niemals einen Rat zu geben oder gar zu moralisieren, sondern einfach die gestellten Fragen ehrlich und sachlich zu beantworten. Ein IND-Teenager schweigt sofort, wenn er sich nicht vorbehaltlos akzeptiert fühlt.

IND lassen sich in ihrer Lebensorientierung primär von ihren Intuitionen leiten. Ihr Interesse gilt vor allem den Ursachen, Motivationen und Zusammenhängen hinter dem unmittelbar Gegebenen. Sie haben oft ein Gespür für Trends und können weitreichende Auswirkungen von Handlungen und Verhaltensweisen voraussehen oder vorausahnen. Manchmal erfassen sie schnell, mehr oder weniger deutlich, wie ein einzelnes Ereignis sich auf Menschen und Dinge auswirken kann. In der Regel können Diskussionen mit IND-Teenagern – sofern sie sich darauf einlassen – recht anregend sein.

Diese intuitive Lebenssicht der IND hat auch seine Kehrseiten. IND-Teenager wollen anders sein und sich ein eigenes, unverwechselbares Image schaffen. Das kann in der Pubertät vorübergehend zu einem etwas ausgefallenen Verhalten führen, etwa in der Kleidung, in kosmetischen Eskapaden, vielleicht auch mit piercen oder tätowieren. Damit wollen sie sich meistens gegen das Anerkannte auflehnen, um zur eigenen Unabhängigkeit und Individualität zu finden. Da IND ihr äußeres Umfeld rational gestalten und planen wollen (eD), verschwinden solche Eigenheiten meistens schnell wieder, besonders wenn man kein Aufheben davon macht.

Eine zweite Kehrseite zeigt sich darin, dass IND auch die eigene künftige Entwicklung mit dem Radar der Intuition abzutasten pflegen. Wenn sie von einer Sache oder Person fasziniert sind, engagieren sie sich mit lodernder Begeisterung und in der Überzeugung, dass sie nun die entscheidende Chance und Perspektive ihres Lebens gefunden haben. Sobald sie die mögliche Entwicklung dieser Sache oder Beziehung und das voraussichtlich erreichbare konkrete Ziel mit ihrer Phantasie ausgelotet haben und an den Punkt gelangt sind, an dem die detaillierte Knochenarbeit deutlich erkennbar wird, weicht die Begeisterung einer antizipierten Langeweile, das Ziel verliert seinen Reiz und wird aufgegeben.

Aber irgendwann im Leben, früher oder später, bleibt der Drang nach umfassender Kompetenz oder nach einer besonderen Sendung und Lebensaufgabe an einer bestimmten Sache hängen und damit beginnt eine intensive und konsequente Entwicklung zur Meisterschaft.

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END - Extravertierte Intuitionsorientierung mit Hilfsfunktion Denken - (Rationalist)

END im Mittelschulalter (11-16 J.)   (END = ENTP)

Extravertierte Intuition mit Hilfsfunktion Denken

END sind ständig auf Trab und stürzen sich impulsiv und mit lebhafter Phantasie und intuitiver Findigkeit in vielfältige Aktivitäten, Interessen und Sportarten. In ihrem Bedürfnis nach Aufregung und Risiko lassen sie sich häufig auf gefährliche Aktivitäten oder Menschen ein. Oft findet ihr Bedürfnis nach waghalsigen Unternehmungen schon in herausfordernden Sportarten wie Felsklettern oder Sporttauchen Befriedigung und bewahrt sie vielleicht vor noch gefährlicheren Situationen.

END sind außerordentlich kontaktfreudig, haben einen riesigen Freundeskreis, sind sehr unterhaltsam und beliebt und fühlen sich schon als Teenager häufig zu einem romantischen Leben hingezogen. Sie haben schon früh ein lebhaftes Interesse an Politik und öffentlichem Leben. Sie lieben das Rampenlicht und produzieren sich gern auf der Bühne, auf dem Rednerpult oder auf dem Spielfeld. Sie drängen vehement auf mehr Freiheit und längere Ausgehzeiten. Aufgrund der noch immer vorhandenen patriarchalischen Vorurteile in unserer Gesellschaft können es die stark denkorientierten Mädchen und Frauen des END-Typus mit ihrer Vorliebe für ein ungezwungenes geselliges Leben oft recht schwer haben.

END sind impulsiv und flexibel und wollen die Freiheit haben, jederzeit auf interessante oder faszinierende Einfälle reagieren zu können (eN). Darum vermeiden sie es, sich zu entscheiden und wehren sich auch gegen Versuche, sie von außen her zu drängen und zu kontrollieren. Sie lieben ein saloppes und unbekümmertes Leben, lassen sich häufig treiben und scheinen kein Ziel zu haben. Sie erwarten viel von der Zukunft und sind überzeugt, dass sie alles schaffen, sobald sie sich darauf konzentrieren. Tatsächlich sind sie Meister der Improvisation und finden oft sehr raffinierte Wege, Hindernisse zu umgehen und ihre Ziele zu erreichen. Eltern machen sich oft Sorgen, dass ihre so sorglosen END-Teenager ihre beachtlichen Talente vergeuden.

END können tatsächlich ihre Umgebung und vor allem ihre Eltern durch ihre Gewohnheit nerven, alles aufzuschieben und bis zur allerletzten Minute zu warten, ehe sie Projekte oder Berichte in Angriff nehmen. Aber gerade unter dem äußersten Termindruck können END ihre überragende Leistungsfähigkeit voll aktivieren und überdurchschnittliche Ergebnisse erzielen.

END sind kreative und clevere Rationalisten (ND). Sie gestalten ihr äußeres Leben primär aus dem weiten Horizont ihrer innovativen Intuition und schöpferischen Inspiration (EN). Dadurch kann ihr Umfeld und ihre Lebensführung unordentlich und chaotisch wirken. Gleichzeitig pflegen sie eine sehr klare und gut organisierte introvertierte Denkdisziplin (iD) mit hohen inneren Standards. Sie debattieren gern, argumentieren logisch und treffsicher und vertreten ihre Sache mit kraftvoller Leidenschaft. Gleichzeitig können sie so objektiv und unparteiisch sein, dass sie bei jedem Thema mit der gleichen Intensität auch die Gegenposition verteidigen können. Ihre scharfe Logik verleiht ihnen aber auch einen aufmerksamen Blick für die Fehler der anderen (besonders der Eltern).

Diese Kombination macht END sehr autonom und unkonventionell, aber auch strebsam. Sie wollen in allem, was sie tun, die Besten sein. Manchmal sind sie erst dann richtig motiviert, wenn sie der Star sein können. Je größer die Herausforderung, desto stärker ihr Interesse und ihre Motivation. Im Gymnasium entfalten sie allerdings ihre ausgezeichneten Denk- und Lernfähigkeiten oft erst in den höheren Jahrgängen, wenn es darauf ankommt, sich mit akademischen Erfolgen zu qualifizieren.

END haben als intuitive Denktypen wenig Kontakt zu ihrem Gefühlsbereich. Sie lassen sich in der Regel von Emotionen weder leiten noch stören. Sie sind im Handeln und Reden im Grunde recht unsensibel und merken oft nicht, wenn sie die Gefühle anderer verletzen. Sie nehmen aber auch selbst nicht leicht etwas persönlich. Sie sind für emotionale Appelle meistens nicht ansprechbar, sondern lassen sich nur durch logische Konsequenzen leiten. Die leidenschaftliche Intensität, die END bei Debatten oft an den Tag legen, bedeutet nicht, dass sie emotional engagiert sind. Selbst wenn in der Diskussion bei den anderen Teilnehmern die Wellen recht hoch gehen, gewinnen nach der Auseinandersetzung die END-Sprecher sofort ihre unkomplizierte und eher gutmütige Verhaltensweise wieder zurück und wundern sich höchstens, dass andere noch immer aufgeregt sind.

END sind gerade in der Pubertät infolge ihrer intuitiven Beweglichkeit und autonomen Denkfähigkeit ausgesprochene Individualisten, deren Reaktionen oft völlig unvorhersehbar sind. Dadurch können END-Teenager trotz ihrer gleichen Typenpriorität völlig verschieden voneinander sein. Nach außen hin kann das vorübergehend auch in einer unkonventionellen Kleidung oder ausgefallenen Frisur zum Ausdruck kommen. END-Jugendliche legen besonderen Wert darauf, einzigartig und unverwechselbar zu sein und genießen die Wirkung, die ihre ständige Wandlung auf ihre Mitmenschen, ob jung oder alt, hat.

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IDN - Introvertierte Denkorientierung mit Hilfsfunktion Intuition - (Rationalist)

IDN im Mittelschulalter (11-16 J.)   (IDN = INTP)

Introvertierte Empfindung mit Hilfsfunktion Denken

IDN sind sehr zurückhaltend, meiden gesellige Zusammenkünfte und bahnen selten von sich aus Beziehungen an. Sie wollen in allem, was sie unternehmen, kompetent sein und auch als kompetent anerkannt werden. Darum vermeiden sie es nach Möglichkeit, etwas zu tun, was sie nicht gut beherrschen.

Logische Klarheit und emotionale Beherrschtheit sind für IDN wesentliche Faktoren ihres Selbstbildes. Darum zeigen sie ungern gefühlsmäßige Reaktionen. In dem Bestreben, emotionale Reaktionen völlig im Griff zu haben, beherrschen sie sich so sehr, dass Gefühlsregungen keine Auswirkung auf ihr Verhalten haben und oft nicht einmal ihnen selbst richtig zum Bewusstsein kommen. Erst wenn sie später allein sind, lassen sie ihre Gefühle hochkommen, um sich damit auseinander zu setzen. Um sich keine Blöße zu geben, teilen sie ihre Gefühle nach Möglichkeit nicht mit und finden, dass ihre Gefühlsangelegenheiten andere Leute nichts angehen, besonders wenn es sich um romantische Beziehungen handelt.

Falls jemand, zum Beispiel ihre Eltern, in sie dringt, um etwas über ihre Gefühlsangelegenheiten zu erfahren, schließen sich IDN völlig ab. Wenn sie aber die Erfahrung machen, dass ihre Privatsphäre respektiert wird, begegnen sie den anderen mit Vertrauen und pflegen eine Atmosphäre der Offenheit und Akzeptanz.

Logisches Denken ist die große Stärke der IDN. Das kann im Umgang mit IDN sehr mühsam sein, denn sie erwarten auch von anderen logische Klarheit. Sie erkennen Fehler und Unzulänglichkeiten schnell und lassen sich von Systemen und Regeln, die sie für irrational und sinnlos halten, nicht beeindrucken. Wenn man mit IDN zurechtkommen und nötigenfalls auch Kompromisse schließen will, muss man mit einwandfreier Logik argumentieren und Widersprüchlichkeiten vermeiden.

Selbst in ganz alltäglichen Dingen sind IDN selten bereit, etwas zu tun, was sie unlogisch und absurd finden. Es kann sein, dass IDN ein Verfahren mit der Begründung ablehnen, dass sie eine andere Weise, etwas zu tun, für rationeller und sinnvoller halten. Da sie von ihrer Sicht der Dinge meist sehr überzeugt sind, wird es schwer sein, einen Kompromiss zu finden. Vielleicht könnte man eher damit durchkommen, dass man in einer Sache, die einem wichtig ist, auf dem eigenen Standpunkt besteht – möglichst mit guter Begründung – und dafür in einer anderen Sache dem IDN seinen Willen lässt. Das könnte für den anderen akzeptabel sein, weil es eher seinem Sinn für Fairness entspricht.

Wenn IDN-Jugendliche Regeln für unfair oder lächerlich halten, werden sie sich selbst Autoritäten gegenüber dagegen verwahren, ohne Rücksicht darauf, ob sie dadurch in Schwierigkeiten kommen könnten. Oft aber sind sie bloß achtlos und unhöflich, wenn sie zum Beispiel abendliche Termine für die Heimkehr einfach ignorieren oder versäumen, zuhause anzurufen, wenn sie sich verspäten. Je früher sie erkennen und berücksichtigen, wie sich ihre Handlungen auf andere auswirken, desto eher können sie vermeiden, als unsensibel und selbstbezogen zu gelten.

Eltern können davon ausgehen, dass IDN nicht einfach Schwierigkeiten machen wollen, sondern aufgrund ihrer Denkpräferenz nicht anders können, als die logischen Fehler in Argumenten, Ideen und Systemen zu sehen. Wenn die Eltern ihre jungen IDN so akzeptieren, wie sie sind, können sie nicht nur eine konfliktgeladene Atmosphäre vermeiden, sondern durch das Beispiel ihrer eigenen Toleranz ihren IDN-Kindern helfen, auch ihrerseits unlogischen und vielleicht sogar dummen Menschen gegenüber tolerant zu sein.

IDN setzen zur Unterstützung ihrer ausgeprägten Denkfähigkeit vor allem ihre Intuition ein und sind ständig auf der Suche nach interessanten Möglichkeiten. Damit befriedigen sie nicht nur ihre intellektuelle Neugier, sondern sie gehen mit großem Interesse auch vielfältigen Betätigungs­möglichkeiten in Kunst und Forschung, im Sport und in anderen herausfordernden Bereichen in und außerhalb der Schule nach. Besonders wenn es gilt, Probleme zu lösen oder Mängel zu beheben, entwickeln sie viele Ideen und setzen gut durchdachte Projekte in Gang. Oder sie beginnen sich in interessanten Künsten und Fertigkeiten auszubilden.

Sobald IDN in ihrer Phantasie praktische Ziele und Ergebnisse vor Augen haben, verlieren sie oft schnell das Interesse. Darum führen sie Projekte oder Ausbildungen häufig nicht zu Ende, sobald die Routine konsequenter Durchführung beginnen sollte. Wenn aber ein Gegenstand besonderes Interesse weckt oder ein sehr schwieriges Problem zu lösen ist oder die persönliche Verbundenheit mit einem verehrten Professor eine starke Motivation auslöst, kann es geschehen, das IDN ein Projekt oder eine Ausbildung wirklich durchziehen und ein ungewöhnlich hohes Leistungsniveau erreichen.

Diese Tendenz, einerseits jede interessante Möglichkeit zu verfolgen und andrerseits Routine und Knochenarbeit zu vermeiden, führt oft dazu, dass eine Aufgabe bis zum letzten Augenblick hinausgeschoben wird. Trotzdem haben IDN oft Erfolg, weil sie manchmal ihr Ziel mit wenig Anstrengung erreichen können oder weil sie unter Termindruck ihre letzten Reserven herausholen.

Bei der Verfolgung faszinierender Möglichkeiten gehen IDN oft enorme Risiken ein, entweder aus purer Neugier oder um die Grenzen auszuloten und sich selbst zu beweisen. In ihrer Neugier und Risikobereitschaft experimentieren IDN manchmal auch mit Alkohol, Drogen oder anderen gefährlichen Aktivitäten. Allerdings haben sie meistens Verstand genug, um bald wieder von solchen Experimenten abzulassen. Dabei kommt ihnen zugute, dass sie nur aus eigenem Entschluss zu handeln pflegen und nicht, um andere zu beeindrucken oder akzeptiert zu werden.

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